Halbjahresbericht I-2021

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer von Run & Ride for Reading,

„Die neue deutsche Unfähigkeit“ lautet die Überschrift
der Spiegel-Titelstory dieser Woche. Darin wird dem
Staat im Umgang mit der Corona Pandemie ein
katastrophal schlechtes Zeugnis ausgestellt. Wer aktuell
etwas mit unseren Schulen zu tun hat kann die Diagnose
der Spiegel Redakteure bestätigen. Schulen erweisen sich
in der aktuellen Situation als erbärmlich ausgestattet.
Außerdem entstammt die Organisationsstruktur des
Schulwesens mit Kultusministerien, Bezirksregierungen,
Schulämtern, kommunaler Gebäudewirtschaft und den
einzelnen Schulen einer Zeit, als es weder Internet noch
Telefon gab. Ein derart komplizierter Aufbau mit unklarer Kompetenzabgrenzung erweist sich in Situationen, in denen schnelle und klare Entscheidungen benötigt werden, als vollkommen unbrauchbar. Dass unser Schulbetrieb trotz der offensichtlichen Missstände noch nicht komplett zum Erliegen gekommen ist, verdanken wir in einer überwiegenden Zahl der Fälle den mutigen Entscheidungen und dem unermüdlichen Zusatzanstrengungen zahlreicher Lehrer*innen und Schulleiter*innen.

Auch die Arbeit unserer Leseclubs verdient in diesem Zusammenhang besondere Erwähnung. Die besondere Situation des letzten Jahres hat die außergewöhnlichen Stärken der Leseclubs noch einmal deutlich hervorgehoben. Die besonders engagierten Lehrer*innen, die sich um unsere Clubs kümmern, waren extrem wichtige Kontaktpersonen für ihre Schüler*innen. In den Clubs konnten sich die Schüler*innen auch in den Zeiten, als die Schulen offiziell geschlossen waren, mit Literatur versorgen. Vor allem in herausfordernden und ungewöhnlichen Zeiten gewinnt Literatur an Bedeutung. Denn sie spendet Trost und ermöglicht dem Leser das selber erlebte besser einzuordnen. Literatur hilft Menschen, sich auf dieser Welt besser zurechtzufinden und einen größeren Beitrag für eine bessere Welt zu leisten.

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